Six Sigma

Six Sigma



Six Sigma beschäftigt sich mit Qualitätsverbesserungen von Produkten und Dienstleistungen und realisiert diese, indem Fehler in den Prozessen reduziert werden, die diese Produkte und Dienstleistungen erzeugen. Dabei geht es nicht in erster Linie um Geschwindigkeit, sondern um technische Eigenschaften und Merkmale, sogenannte Qualitätsfaktoren.

Hier bedarf es tiefergreifender Werkzeuge und Methoden aus dem Qualitätsmanagement und der Statistik, um Verbesserungen zu erreichen. Six Sigma ist etwas schwieriger umzusetzen, da es sehr von Zahlen getrieben ist und Projektleiter, Manager und Mitarbeiter nicht mehr mit „Bauchentscheidungen“ arbeiten. Reine Six-Sigma-Projekte dauern im Allgemeinen länger, nicht weil sie komplizierter sind, sondern weil die Lernkurve der Mitarbeiter lang ist, die jahrelang auf schnelle Lösungen getrimmt worden sind und jetzt mit Six Sigma umdenken müssen.

Es soll nicht sofort in eine Lösung gesprungen werden, die evtl. einer „Bauchentscheidung“ folgt, sondern das Problem soll beschrieben, dargestellt, analysiert und am Ende erst verbessert werden. Das kostet etwas mehr Zeit, ist aber nachhaltiger. Es bieten sich große Vorteile, wie eine auf Zahlen, Daten und Fakten basierte standardisierte Vorgehensweise unter Zuhilfenahme der Statistik und bewährten getesteten Werkzeugen.

 

DMAIC Roadmap


Zusätzlich ist Six Sigma eine Top-Down-Strategie (von oben nach unten), d.h. sie sollte vom Top Management gewollt und eingeführt werden. Das stärkt Six-Sigma-Projekten bei ihrer Ausführung den Rücken. Dadurch, dass reine Six-Sigma-Projekte 3 bis 9 Monate dauern können, verlieren die Projektleiter oder auch das Management oftmals den Fokus oder auch die Lust, das Projekt fertigzustellen – da neue kurzfristige Probleme aus dem Tagesgeschäft die Ausführung der Six-Sigma-Projekte behindern (Feuerlösch-Strategie). Damit bei einem Abbruch eines Projektes keiner sein Gesicht verliert, weder das Management noch die Six-Sigma-Projektleiter, wird das Projekt oftmals „gut geredet“, um es abzuschließen.

Das demotiviert und ist außerdem kein gutes Signal an das Unternehmen und an Six Sigma. Das Thema Six Sigma wird dadurch auch oftmals verbrannt, d.h. dass es zukünftig keiner mehr anfassen möchte. Das gilt natürlich für alle Verbesserungssysteme oder Programme.



Power von Six Sigma

Die eigentliche Power von Six Sigma liegt in der Vorgehensweise, die einem fünfstufigen Phasen-Modell bzw. einer Straße (Roadmap) folgt, dem sog. D-M-A-I-C-Modell. Dieses wurde durch Motorola definiert. Dabei wird ein Six-Sigma-Projekt in 5 Phasen unterteilt. In jedem Projektabschnitt (Phase) werden Werkzeuge und Methoden angewandt, um die Phase mit den Informationen zu füllen, die am Ende des jeweiligen Projektabschnittes erwartet werden.

Die gesammelten Informationen werden durch den Projektauftraggeber (aus dem Management) in einem Meeting (Gate Review) abgefragt. Da der Sponsor im Normalfall zum Management gehört, ist die Unterstützung von oben gegeben (vgl. Chiarini 2012, S. 7).



Six Sigma und Motorola

Six Sigma ist in der Entstehungsgeschichte nicht ausschließlich auf einen Schöpfer zurückzuführen. Tatsächlich sind in der Vorgehensweise Parallelen zur Qualitätssicherung und zum Lean Management zu erkennen. Weiterhin haben Personen wie Dr. Walter A. Sheward (Theorie der Statistischen Prozessregelung) oder Dorian Shainin (wenige x’s Ursachen für das große Y in den 1940er-Jahren) wesentliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Methodologie geleistet, z.B. durch die Anwendung einfacher statistischer Methoden.

Als finaler „Erfinder“ der Six-Sigma-Methodologie wird oftmals Motorola angegeben, das Unternehmen, das Six Sigma im Jahr 1987 in den USA entwickelt hat. Seitdem hat Six Sigma Einzug in viele Unternehmen genommen, z.B. bei General Electric (GE), wo die Methodologie im Jahr 1996 durch den CEO Jack Welch eingeführt wurde. Seitdem wurden bei GE große Erfolge gefeiert, eine Entwicklung, die sich in vielen weiteren Unternehmen fortsetzte (vgl. Chiarini 2012). Bei Six Sigma werden analog zum Lean Management Probleme mit der sog. DMAIC-Roadmap gelöst, ein Prozess, der aus den fünf Phasen Define, Measure, Analyze, Improve, Control besteht.

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