Glossar

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0

0-Hypothese (Null Hypothesis)

Will man wissen, ob die getroffene Geschäftsentscheidung richtig war oder nicht, so kann man das erst im nachhinein feststellen.

D.h. es existiert eine gewissen Fehlerwahrscheinlichkeit, wenn man eine Entscheidung treffen will. Sie treffen eine Entscheidung aufgrund dessen, was Sie als richtig ansehen. In diesem Fall sprechen wir von einer Nullhypothese (H0).

Treffen wir eine Alternativentscheidung - d.h. eine Entscheidung, die Sie nicht als richtig ansehen - so sprechen wir von der Alternativhypothese (H1).

  • Wir formulieren die Nullhypothese und die Alternativhypothese (d.h. wir legen fest, was richtig ist und was nicht)
  • Wir legen das Signifikanzniveau fest. (d.h. wir bestimmen einen Bereich in dem wir bestimmen, ob unsere Stichprobe als H0 angenommen wird oder als H1)
  • Nehmen wir die Nullhypothese an, so lehnen wir die Alternativhypothese ab. (D.h. wir gehen davon aus, das unsere Aussage richtig ist)

Durch einen Wahrscheindlichkeitswert (p-Wert) wird ein Entscheidungsprozess eingeleitet, der bei einem bestimmten Siginifikanzniveau (Alpha-Niveau) die H0 Hypothese annimmt oder verwirft (H1).

"If p is low H0 must go"

D.h. haben wir einen niedrigen p-Wert (kleiner dem Signifikanzniveau), so nehmen wir an, es existiert ein Unterschied zwischen den Daten. 

Da es sich um Statistik handelt, kann diese Annahme d.h. "es gibt einen Unterschied", richtig oder falsch sein! 

(D. Pitikaris 2012-03)

5

5 x Warum (Five Whys)

Die Technik der Frage nach dem "Warum", um die Ursachen eines Problems zu identifizieren.

5S

Ein Prozess und eine Methode einen organisierten, sauberen und hochleistungsfähigen Arbeitsplatz zu erschaffen und aufrechtzuerhalten.

Die 5-S (5 A = Deutsch) stehen für:

  • Aussortieren
  • Aufräumen
  • Arbeitsplatz reinigen
  • Arbeitsplatz standardisieren
  • Aufrechterhalten

A

ABC Analyse

Wird verwendet um eine Reihenfolge von Eingekauften Teilen zu erstellen, die sich nach den Ausgaben pro Teil richtet. Der Schwerpunkt sollte auf den teuersten teilen gelegt werden.

Affinitätsdiagramm (Affinity Diagram)

Ein Werkzeug Fakten, Meinungen und Angelegenheiten in neutrale Gruppen zu organisieren, ebenso wie eine Hilfe komplexe Probleme zu diagnostizieren.

Analysis of Variance (ANOVA)

Eine statistische Methode, Versuchsdaten zu analysieren. Sie unterteilt die gesamte Variation eines Datensatzes in bedeutsame Komponenten in Verbindung mit speziellen Ursachen von Variation, um eine Hypothese an den Parametern des Modells zu testen oder um die Varianzkomponenten einzuschätzen. Es gibt 3 Modelle: fest, zufallig und gemischt.

B

Baseline

Der gemessene Grad der Prozessperformance zu Beginn des DMAIC Zyklus. Wird genutzt zur Berechnung der Auswirkungen der Verbesserung des Projektes.

Benchmarking

Ein Verbesserungsprozess in dem ein Unternehmen seine Leistung mit denen von "best -in-class"-Unternehmen vergleicht, daraufhin bestimmt wie diese Unternehmen ihr Leistungsniveau erreicht haben und diese Informationen zur Verbesserung der eigenen Leistung nutzt.

Bottleneck (Engpass)

Die langsamste Aktivität innerhalb eines Prozesses.

Bottom Up

Eine von vielen Quellen von Projektideen, auch bekannt als "Voice of the Employee" (Stimme des Angestellten). Von der Basis aus werden Ideen, usw. generiert.

Box Plot

Eine mächtiges graphisches Werkzeug, das sowohl zentrierte als auch gestreute Daten eines gesamten Datensatzes oder mehreren Untergruppen darstellen kann.

Brainstorming

Eine Technik, die Teams benutzen, um Ideen für bestimmte Themen zu generieren. Jede Person des Teams ist gefragt kreativ zu denken und so viele Ideen wie möglich aufzuschreiben. Die Ideen werden nicht diskutiert oder abgestimmt bevor die Brainstorming Session vorbei ist.

Business Non Value Added (BNVA)

Die Zeit, die notwendig ist, Aktivitäten durchzuführen, die erforderlich sind ein Produkt zu erstellen, für die der Kunde jedoch nicht zahlen soll (Beispiel: OSHA Report).

C

Chi-Quadrat

Der Statistik Test, welcher für den Test der Nullhypothese verwendet wird.

Code of Conduct

Die abgestimmten Verhaltensregeln für eine Arbeitsgruppe innerhalb eines Projekts oder eines Trainings.

Common-Cause-Variation (gewöhnliche Ursachen)

Ursachen für Variation, die auf Dauer in einem Prozess innewohnen. Sie beeinflussen jedes Ergebnis und jeden innerhalb des Prozesses. (Vgl. "special causes") .

Constraint

Eine Zeitverzögerung, die nicht mit der geforderten Exit Rate (Outputrate eines Prozesses) produziert, um  die Kundenforderungen zu erfüllen .

Control Chart

Ein Chart mit oberen- und unteren Kontrollgrenzen auf dem Werte von statistischen Messungen für eine Stichprobe oder Untergruppe abgebildet sind. Das Chart zeigt zeigt oft eine Mittellinie, als Hilfe

COPQ (Cost of Poor Quality)

Die verbundenen Kosten durch das Anbieten von Produkten oder Dienstleistungen mit schlechter Qualität. Es gibt vier Kategorien von Kosten: interne Fehlerkosten (Kosten für Defekte die gefunden werden bevor der Kunde das Produkt oder die Dienstleistung erhält), externe Fehlerkosten (Kosten für Fehler die gefunden werden nachdem der Kunde das Produkt oder die Dienstleistung erhält), Prüfkosten (Kosten für die Bestimmung des Erfüllungsgrades der Qualitätsanforderungen) und Fehlerverhütungskosten (Kosten die enstehen um Fehler- und Prüfkosten minimal zu halten).

Cost of poor Quality (COPQ)

Die Cost of poor Quality (COPQ) errechnet sich aus der Summe aller Kosten, die durch mangelhafte Qualität (defektes Material) entstehen. In dieser Rechnung fließen zudem die Kosten ein, die durch einen erfolgreichen Projektabschluss eingespart werden könnten.

Die Berechnung der COPQ ist ein iteratives (schrittweises) Verfahren. D.h., die Kalkulation ändern sich, um so mehr Sie über den Prozess lernen.

Critical Business Requirements (CBR)

Anforderungen, die aus betriebswirtschaftlichen Bedürfnissen (effizienzbezogen) resultieren, z.B. Profitabilität, Sicherheit, Reduzierung von Investitionen oder Ladenfläche etc.

Critical Customer Requirements (CCR)

Anforderungen, die aus dem Voice of the Customer entstanden sind.

Critical Few (die wenigen wichtigen Variablen)

Die wenigen wichtigen Input Variablen, die statistisch bewiesen eine Auswirkung auf die Output Variable des Interesses haben

Critical path (Kritischer Pfad)

Der längste sequenzielle Pfad entlang eines Prozesses; beinhaltet keine paralellen Schritte, die außerhalb des kritischen Pfades liegen.

Critical to business (CTB)

Kritisch für Unternehmen

Critical to cost (CTC)

Kritisch für Kosten

Critical to delivery (CTD)

Kritisch für Auslieferung

Critical to process (CTP)

Kritisch für den Prozess

Critical to quality (CTQ)

Kritisch für die Qualität

Current State Value Stream Map

Ein Wertstromdiagramm, das auf dem IST-Zustand basiert; Wird vor der Future State Value Stream Map erstellt.

Customer Value Add (CVA)

Zeit, die zur Ausführung einer Aktivität benötigt wird, die die Form, Passform oder Funktion eines Produktes ändert, um die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen (z.B. Chip cutting)

Cycle time interval (CTI)

Die Zeit, welche vergeht wenn ein Produkt durch eine Arbeitsstationläuft bis das Ganze von Vorne beginnt. Beschreibt wie oft Arbeitsaufträge an die Produktionseinheit gegeben werden. Ist eine Funktion von Lösgrösse und errechnet sich aus dem Los mal Ertrag geteilt durch Nachfrage.

D

Datentypen

Wir unterscheiden grundsätzlich in:

  1. Qualitative Daten sind nicht der Größe nach sortierbar
  2. Quantitative Daten können der Größe nach sortiert werden. 
  • Quantitative Daten können in diskrete und stetige Daten unterschieden werden.
Defects per Million Opportunities (DPMO)

Eine standardisierte Methode, den Qualitätslevel von ungleichen Prozessen zu vergleichen. Kann ebenso in ein Sigma-Qualitäts-Level (SQL) konvertiert werden.

Defects per unit (DPU)

Defekte pro Einheit

Delighters

Kauffaktoren die der Kunde nicht erwartet, die jedoch,, wenn sie vorhanden sind zusätzlich zu den Grundbedürfnissen des Kunden eine höhere Kundenzufriedenheit bewirken können.

Deliverable (Abzuliefernde Dokumentation)

Die Erwartungen eines Project Sponsors oder Team Leaders bezüglich der Ergebnisse des Teams oder der Einzelnen, die vollständig geliefert werden müssen, um eine Aufgabe zu erfüllen.

Design for Six Sigma (DFSS)

Der Prozess zur Entwicklung neuer Produkte oder Prozesse unter Nutzung des Lean Six Sigma Werkzeugs im Gegensatz zur Prozessverbesserung anhand der DMAIC-Methodologie.

Design Of Experiments (DoE - Statistische Versuchsplanung

Ein Teilgebiet der angewandten Statistik, das sich mit planen, leiten, analysieren und interpretieren von geführten Tests beschäftigt, um die Faktoren zu bewerten, die den Wert eines Parameters oder einer Gruppe von Parametern kontrollieren.

Dissatisfiers

Basis Kundenanforderungen, die das Minimum darstellen, um einen Markt zu betreten und den Ausschluss vom Markt bedeuten, sofern diese nicht erfüllt werden.

DMAIC

Define, Measure, Analyze, Improve, Control

Durchlaufzeit DLZ (Lead Time LT)

Die benötigte Zeit von der Freigabe einer Produktionseinheit in den Prozess "Start" bis diese Einheit der Produktion den Prozess verläßt "Exit".

Durchsatz - Throughput (Exit Rate)

Der Output eines Prozesses nach einer definierten Zeitdauer (vgl. auch Exit Rate).

E

Economic Profit (EP)

Ein Maß für den Wert, der durch ein Unternehmen in einer Zeiteinheit erwirtschaftet wurde. Es ist der Ertrag, den ein Unternehmen über die Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet. Economic Profit = Einnahmen - (Kapitalkosten x Investiertes Kapital).

Economic value add (EVA)

Betrieblicher Übergewinn, Economic value add

Effektivität

Effektivität ist ein Beurteilungskriterium, mit welchem ermittelt wird, ob ergriffene Maßnahmen zur Zielerreichung geeignet sind. Effektivität ist somit ein Maß um die Zielerreichung zu messen.

Effektivität im Projektmanagement: mittel- bis langfristige Sichtweise (strategisches Projektmanagement / Projektportfoliomanagement)

Merksatz: Effektivität bedeutet einfach formuliert: "Die richtigen Dinge tun" 

vgl. hierzu Effizienz

Effizienz

Effizienz ist ein Beurteilungskriterium, mit welchem ermittelt wird, ob ergriffene Maßnahmen zur Zielerreichung wirtschaftlich sind. Effizienz ist somit ein Maß um den Wirkungsgrad bestimmter Maßnahmen zu messen.

Effizienz im Projektmanagement: kurzfristige Sichtweise (optimales Handeln nach dem ökonomischen Prinzip)

Merksatz: Effizienz bedeutet einfach formuliert: "Die Dinge richtig tun" 

vgl. hierzu Effektivität

Eingriffsgrenze (Control Limits)

Untere und obere Begrenzung in einem Control Chart die durch den Prozess selbst bestimmt werden. Sie liegen üblicherweise +/- 3 Standardabweichungen von der Mittellinie entfernt.

F

Failure Mode Effect Analysis (FMEA)

Ein Vorgang mit dem jeder potenzielle Fehler in jeder Unterposition eines Elements analysiert wird, um seinen Effekt auf andere Unterpositionen und die erforderliche Funktion des Elementes zu bestimmen.

Fehler- Möglichkeit und Einfluss-Analyse

Force Field Analysis (Kraftfeldanalyse)

Eine Technik zur Analyse der Kräfte die ein Unternehmen unterstützen oder es behindern ein Ziel zu erreichen. Ein Pfeil, der auf ein Ziel zeigt wird auf die Mitte eines Blattes Papier gezeichnet. Es werden die Faktoren aufgelistet, die die Zielerreichung unterstützen (genannt "driving forces") und die Faktoren, die die Erreichung behindern werden (genannt "restraining forces").

G

Gage R&R

Die Bewertung der Genauigkeit eines Messinstruments durch die Bestimmung, ob die Messungen, die durchgeführt werden wiederholbar  (z.B. es gibt eine hohe Übereinstimmung von aufeinanderfolgenden Messungen des Outputs für den selben Wert des Inputs unter den selben Betriebsbedingungen) und reproduzierbar sind (z.B. es gibt eine hohe Übereinstimmung von wiederholten Messungen des Output für den selben Wert.)

Gage Repeatability and Reproducibility

Gantt chart (Gantt Diagramm)

Ein Werkzeug zur Projektplanung um einen Überblick über das Timing und den kritischen Pfad zu gewinnen.

Genauigkeit

Die Fähigkeit,  die Zielvorgabe, gemessen am Mittelwert, zu erreichen.

Generic Pull System (Generisches Pullsystem)

Die Einrichtung eines WIP cap bezogen auf die Höhe des Lagerbestandes

H

Hidden Factory

Ein Begriff, der genutzt wird, um die hohen Kosten von Nacharbeiten in einer Fabrik zu beschreiben, die zu geringerer Qualität und insgesamt zu höheren Kosten führen

I

Initial Screening (Vorauswahl von Projekten)

Die erste Auswahl von Projektideen bevor mit dem nächsten Schritt, der Formulierung des Project Charters begonnen wird

Internes Rüsten (Internal Setup)

Rüstzeit die aufgewendet werden muss während die Maschine oder der Prozess stillsteht. Die Produktion kann während dieser Zeit nicht weitergeführt werden.

J

Just-In-Time (JIT)

Ein Produktionsverfahren, das von der Toyota Motor Company ins Leben gerufen wurde und bei dem jede Arbeitsstelle das erforderliche Material vom vorgeschalteten Arbeitsplatz exakt dann erhält, wenn es benötigt wird. JIT erfordert einen Willen zur Veränderung der Produktion und ist Kontinuierliche Verbesserung

K

KAIZEN

Ein Japanischer Begriff, der für eine rasche schrittweise Verbesserung steht, um dadurch kleine Dinge besser zu tun und höhere Standards zu setzen und zu erreichen. Die Art von schnell umsetzbaren Verbesserungen, die dem DMAIC-Gedanken folgen, jedoch mit beschleunigten D,M und A-Phasen.

Kalibrierung

Der Vergleich eines Messinstruments oder Systems mit unverifizierter Genauigkeit zu einem Messinstrument oder System mit bekannter Genauigkeit, um die Variation von der geforderten Leistungsspezifikation zu entdecken.

KANBAN

Ein Japanischer Begriff für Karte; wird benutzt, um auf das Signal  (Karte, Elektronisch, Behälter, usw.) in einem Pullsystem zu verweisen.

Kapitalausgaben (CAPEX)

Investitionsaufwendungen.

Konfidenz - Intervall

Rangweite innerhalb derer erwartet wird, dass ein Parameter der Grundgesamtheit fällt (z.B. Mittelwert, Standardverteilung, etc.); auf der Basis einer Messung, mit einem spezifiziertem Vertrauensniveau oder Vertrauenkoeffizienten.

Konformitätserkärung

Eine zustimmende Indikation oder Beurteilung, dass eine Produkt oder eine Dienstleistung die Anforderungen der relevanten Spezifikation, des Vertrag oder der Regelung erfüllt.

Korrelationskoeffitient (Correlation Coefficient)

(r) eine Zahl zwischen -1 und 1, die den Grad der linearen Beziehung zwischen zwei Zahlensätzen angibt. 

Kurtosis

Die Messung der Form (Flachheit oder Ausschlag) einer Verteilung. Ein positiver Wert zeigt an, dass eine Verteilung längere Ausläufer hat als eine normale Verteilung (platykurtosis); während ein negativer Wert anzeigt, dass eine Verteilung kürzere Ausläufer hat (leptokurtosis). Für die normale Verteilung ist die kurtosis 0.

L

Lean Management

Lean Management ist eine Management-Philosophie mit dem Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette eines Prozesses effizient und schlank (Lean) zu gestalten. Lean ist somit ein Prozess, um Überflüssiges (Verschwendung) zu entfernen und Werte zu erzeugen.
Resultierend daraus erhöht sich die Qualität der eigenen Produkte / Dienstleistungen und Kundenanforderungen können optimal bedient werden. 

Linearität

Ein Messsystem zeigt Linearität wenn es mit gleicher Genauigkeit und Präzision über ein weites Spektrum mißt; z. B. ein Geschwindigkeitsmesser im Auto von der Geschwindigkeit 0 bis 100

Little’s Law

Die fundamentale Beziehung zwischen Beständen (WIP), Durchsatz (EXIT) und Durchlaufzeit (DLZ) ist definiert als:

  • DLZ = WIP / EXIT

M

Median

Für eine Stichprobe der Wert, der in der Mitte liegt, wenn alle Beobachtungen der Größe nach geordnet sind.

Messsystemanalyse MSA (Measurement System Analysis)

Ein wesentlicher Schritt der Measure-Phase, der die Höhe und den Grad des Fehlers innerhalb des Messsystems gegenüber denjenigen innerhalb des Prozesses quantifiziert.

Mittelwert, Durchschnitt (Mean, Average)

Der Mittelwert eines Datensatzes. Gewöhnlich nutzen wir x zur Bezeichnung des Stichprobenmittelwertes, wobei wir den griechischen Buchstaben m nutzen, um den Mittelwert der Grundgesamtheit zu bezeichnen.

MUDA (Verschwendung)

Abfall, Verschwendung

Multivariate Control Chart (Multi-Vari Charts)

Ein Control Chart um die Prozessstabilität anhand von Niveaus mit zwei oder mehr Variablen oder Charakteristika zu bewerten; n: Stichprobengröße (die Anzahl der Einheiten innerhalb einer Stichprobe)

MURA

Abweichung (Abnormalität)

MURI

Stress, Anspannung

N

Non Value Added (NVA)

Nicht wertschöpfende Aktivitäten.

Jede Aktivität, die dem Produkt weder Form, Merkmal noch Funktion hinzufügt. Non-value Add Aktivitäten beinhalten Transport, Lagerung, Inventar/Puffer, Handhabung, Warteschlangen, Reparaturen usw.

Normalverteilung

Die Verteilung charakterisiert durch eine glatte, glockenförmige Kurve; dokumentiert von Karl Friedrich Gauss im 18. Jahrhundert.

O

Operational Definition

Eine klare Aussage darüber, wie eine wichtige Messung durchgeführt wird. Sollte einfach zu verstehen sein und Mehrdeutigkeit beseitigen.

Overall Equipment Effectiveness (OEE)

Begriff der im TPM genutzt wird um den Prozentsatz der Zeit zu beschreiben, in der ein Anlagenteil ein Qualitätsprodukt im gewünschten Verhältnis erstellt. Berechnet durch Multiplikation von Verfügbarkeitsniveau, Beschäftigungsgrad und Qualitätsniveau.

P

P-Value

Ist die Wahrscheinlichkeit einen Typ I Fehler zu produzieren. Dieser Wert kommt aus den Daten selbst. Er bietet ebenso das gleiche Signifikanzlevel eines Hypothesentest.

Pareto-Chart

Eine graphische Technik, die genutzt wird, um Probleme quantifizierbar zu machen, so dass Bemühungen angestrengt werden können, die wenigen wichtigen Ursachen ("vital few")  zu fixieren, im Gegensatz zu den "trival many". Das Pareto legt nahe, dass die meisten Wirkungen aus relativ wenigen Ursachen resultieren; und zwar 80% der Wirkungen resultieren aus 20% der Ursachen. Das Pareto Chart ist eines der 7 Werkzeuge der Qualität.

POKA YOKE (Mistake Proofing)

Prozess, um sicherzustellen, dann nicht entstehen können (z.B. Schablonen)

Population

Ein Satz oder eine Sammlung von Objekten oder Individuen. Es kann ebenso der korrespondierende Satz von Werten sein, welcher eine bestimmte Charakteristik eines Satzes von Objekten oder Individuen misst.

Pp

Performance Index (AIAG 1995b) (Leistungsindex, berechnet unter Benutzung der "langfristigen" Standardabweichung).

Ppk

Performance Index (AIAG 1995b) (berechnet unter Benutzung der "langfristigen" Standard Abweichung.

Präzision

Stetigkeit eines Prozesses, gemessen an der Standardabweichung; manchmal  als Gage R&R bezeichnet.

Process Capability Ratio (Cp)

Bei der Untersuchung der Prozessfähigkeit ist Cp ein Leistungsindex, der das Prozessfähigkeitspotenzial angibt, jedoch nicht beachtet wie der Prozess zentriert ist. Cp kann zwischen 0 und unendlich liegen, wobei ein hoher Wert eine große Prozessfähigkeit indiziert. Üblicherweise ist ein Wert von 1,33 oder höher erwünscht. 

Process Capability Ratio (Cpk)

Bei der Untersuchung der Prozessfähigkeit ist Cpk ein Index, der genutzt wird um die natürliche Prozesstoleranz innerhalb der Spezifikationsgrenzen zu vergleichen. Cpk hat den gleichen Wert wie Cp, wenn der Prozess in der Mitte zentriert ist; Ist Cpk negativ, so liegt der Prozessmittelwert außerhalb der Spezifikationsgrenzen; Ist Cpk zwischen 0 und 1, so fällt die natürliche Toleranz des Prozesses außerhalb der Spezifikationsgrenzen. Ist Cpk größer als 1, so fällt die natürliche Toleranz komplett innerhalb der Spezifikationsgrenzen. Üblicherweise ist ein Wert von 1,33 oder höher erwünscht.

Process Cycle Efficiency (PCE)

Eine Messung der Prozent der Value-Add Time eines Prozesses in Prozent. Errechnet durch das Teilen der Value-Add Time durch die Cycle Time.

Process Lead Time (PLT)

Die Zeit von der Freigabe eines Produktes in einen Prozess bis zu seiner Fertigstellung. Gemessen durch die Teilung der Summe des WIP durch die Summe der Exits oder des Durchsatzes in einem Prozess.

Project Charter

Ein Dokument entwickelt durch den CI Champion und den Prozess Owner, in dem klar eine Gelegenheit für ein CI Projekt definiert wird.

Q

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement (QM) ist eine elementare Aufgabe innerhalb des Management. Gemäß DIN EN ISO 8402 gehören "alle Tätigkeiten des Gesamtmanagements, die im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems die Qualitätspolitik, die Ziele und Verantwortlichkeiten festlegen, sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung verwirklichen“ zum Verantwortungsbereich des Qualitätsmanagements. 

Gemäß DIN EN ISO 9000:2000 gelten folgende 8 Grundsätze für das Qualitätsmanagements:

1. Kundenorientierung
2. Führung
3. Einbeziehung der Personen
4. Prozessorientierter Ansatz
5. Systemorientierter Ansatz
6. Ständige Verbesserung
7. Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
8. Lieferantenbeziehung zum gegenseitigen Nutzen

 

Quality Function Deployment (QFD)

Eine strukturierte Methode mit der Kundenanfoderungen in angemessene technische Anforderungen für jede Stufe der Produktentwicklung und Produktionübersetzt werden. Der QFD-Prozess wird oft als das Zuhören der "Voice of the Customer" bezeichnet.

R

Real Throughput Yield (RTY)

Das Produkt des Ertrages von aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen in einem Prozess.

Regression

Eine statistische Technik, um den besten mathematischen Ausdruck zu finden, der die funktionelle Beziehung zwischen einem Ergebnis  und einer oder mehreren unabhängigen Variablen beschreibt.

Replenishment Pull System (RPS)

Ein Pull System, wobei der Lieferprozess durch Pufferbestand  vom Verbrauchsprozess abgekoppelt ist. Lagerauffüllung basiert auf dem Verbrauch vom Pufferbestand.

Reproduzierbarkeit

Die Abweichung zwischen einzelnen Personen, die die gleiche Messung durchführen und das gleichen Messverfahren verwenden; Bedienergenauigkeit.

Rolled Throughput Yield (RTY)

Vgl. Real Throughput Yield

S

Safety Stock (SS)

Sicherheitslager, die Summe des Inventars das gebraucht wird um die Abweichung zu kompensieren (z.B. Nachfrage, Qualität und Lieferanten Lieferung).

Seven Tools Of Quality

Werkzeuge, die Organisationen dabei helfen, ihre Prozesse zu verstehen, um sie verbessern zu können. Die Werkzeuge sind Ursache-Wirkungs-Diagramme, Check Sheet, Control Chart, Flow Chart, Histogramm, Pareto Chart und Scatter Diagramm.

Single minute exchange of dies (SMED)

Ein-Minuten Werkzeugwechsel

SIPOC

Ein grober einseitiger Überblick über die Lieferanten, Inputs, Prozesse, Outputs und Kunden eines Prozesses.

Six Sigma

Six Sigma ist eine Management-Philosophie mit dem Ziel, die Variation innerhalb eines Prozesses zu reduzieren und dadurch die Qualität zu steigern. Six Sigma ist einen datengetriebene Methode zur Lösung von Problemen. Dabei liegt die Fokussierung nicht auf der direkten Lösung von Problemen, sondern auf dessen Ursache.

Special Cause (spezielle Ursache)

Ursachen von Variation, die aus bestimmten Umständen entstehen. Sie sind kein wesentlicher Bestandteil eines Prozesses. Spezielle Ursachen werden auch als zurechenbare Ursachen bezeichnet. (Vgl. auch "common causes").

Stabilität

Ein Messsystem wird als stabil betrachtet, wenn es die gleichen Werte für die gleichen Einheiten wiederholt über einen Zeitverlauf liefert.

Stakeholder Analysis

Ein Werkzeug, um die Stakeholder (Interessensgruppen) in einem Projekt zu identifizieren und festzustellen, wie sie zu der Veränderungsinitiative stehen und um eine Strategie zu entwickeln, die Beziehungen positiv zu beeinflussen.

Statistical Process Control (SPC)

Die Anwendung der statistischen Techniken in der Kontrolle des Prozesses. SPC wird oft als Teilmenge von SQC betrachtet, wobei der Schwerpunkt in SPC auf dem mit dem Prozess verbundenen Werkzeug  liegt, jedoch nicht auf Produkt-Akzeptanz-Techniken. Oft wird der Begriff "Statistical Quality Control" genutzt sowie "Statistical Process Control".

T

T-Test

Ein Hypothesentest der Mittelwerte der Population (Grundgesamtheit),  wenn kleine Stichproben einbezogen werden.

Taktrate

Kundenanforderung; ausgedrückt in Einheiten pro Zeit, z.B. 20 Stück pro Stunde.

Taktzeit

Customer Demand (Kundenanforderung), ausgedrückt in Einheiten von Zeit pro Stück basierend auf einer stabilen Kundennachfrage, zum Beispiel 56 Sekunden pro Stück.

TIMWOOD

Akronym, dass verwendet wird, um an die 7 Verschwendungsarten zu erinnern (Transport, Bestände, Bewegung, Wartezeit, Overprocessing, Überproduktion, Defekte) Steht als Abkürzung im engl. für TIM P WOOD wobei P "unverbundene" Menschen bedeutet. 

Total Productive Maintenance (TPM)

Eine Methode, die genutzt wird, um die Betriebszeit der Maschine zu steigern.

Toyota Production System (TPS)

Ein Herstellungssystem oder -philosophie begründet durch Kiichiro Toyoda, dass sich auf die Verbindung zwischen den Zykluszeiten, WIP, Batch Size (Losgröße) und der Cycle time (Zykluszeit) konzentriert. Vorgesehen für die Eliminierung von Verschwendung die durch die Art entsteht in der Firmen Personal, Anlagen und Material einsetzen.

Type II Fehler

Eine inkorrekte Entscheidung, etwas zu akzeptieren, wenn es unakzeptabel ist.

U

Untere Eingriffsgrenze UEG (Lower Control Limit LCL)

Unteres Kontrolllimit. Bei Control Charts das Limit über dem die Prozess-Untergruppenstatistik bleiben muss, wenn der Prozess unter Kontrolle ist. LCL ist gewöhnlich 3 Standardabweichungen unterhalb der Mittellinie.

Untere Spezifikationsgrenze USG (Lower Specification Limit L

Untere Spezifikationsgrenze USG

Upper Control Limit (UCL)

Obere Kontrollgrenze. Für Control Charts, die obere Grenze unter der eine Prozessstatistik bleiben muss, um unter Kontrolle zu sein. Üblicherweise liegt das "UCL" 3 Standardabweichungen oberhalb der Mittellinie.

Upper Specification Limit (USL)

Obere Spezifikationsgrenze

Upstream

Der Anfang eines Prozesses, bei dem die Inputs zuerst einfließen; upstream arbeiten bedeutet soviel wie sich gegen den Fluß der Produkte zu bewegen.

Uptime

Netto Betriebszeit abzüglich Ausfallzeiten, Rüstzeiten, etc.

Ursache-Weirkungs-Diagramm (Cause and Effect Diagram)

Ein Werkzeug zur Analyse von Prozessstreuung. Es wird ebenso als Ishikawa Diagramm bezeichnet, da es von Kaoru Ishikawa entwickelt wurde und als Fischräten- Diagramm, da das vollständige Diagramm einem Fischskelett  ähnelt. Das Diagramm stellt die Haupt- und Nebenursachen dar, die zu einem Effekt (Symptom) führen. Das Ursache-Wirkungs-Diagramm ist eines der 7 Qualitätswerkzeuge.

V

Value Added Time (VA)

Prozessschritte, die die Form, Sturktur oder Funktion eines Produktes oder einer Dienstleistung ändern und für die der Kunde bereit ist zu zahlen.

Value Stream Map (VSM) - Wertstromdiagramm

Oft als das mächtigste Lean Six Sigma Werkzeug betrachtet, ist die Value Stream Map (Wertstromdiagramm) eine mit Daten gefüllte Prozesskarte, die auf hohem Niveau für die Projektidentifikation oder auf einer detaillierteren Ebene in individuellen Projekten eingesetzt werden kann.

Variations-Koeffizient (CV)

Definiert als Standardverteilung geteilt durch den Mittelwert (s / X-bar). Es ist das relative Maß der Schwankung einer Zufallsvariablen. Z.B.: eine Standardverteilung von 10 Mikrometern wäre extrem klein bei der Produktion von Schrauben mit einer nominalen Länge von 2 cm, jedoch wäre sie extrem hoch für die Variation in der Linienbreite eines Computerchips, dessen Mittelwert-Breite 5 Mikrometer ist.

Vendor Managed Inventory (VMI)

Vgl. Supplier Managed Inventory (durch Lieferanten verwaltetes Inventar)

Voice of the Business (VOB)

Die Anforderungen des Unternehmens, wie in der Operating Agenda oder den finanziellen Zielen des Unternehmens ausführlich dargelegt.

Voice of the Customer (VOC)

Die Anforderungen des Kunden, erfasst mit verschiedenen Werkzeugen.

Voice of the Employee (VOE)

Projektanträge oder Bedürfnisse der Angestellten wie sie während der Projektauswahl genutzt werden.

Voice of the Process (VOP)

"Voice of the Process" (Stimme des Prozesses)

W

Wiederholbarkeit (Repeatability)

Das Ausmaß, zu dem wiederholte Messungen eines bestimmten Objektes mit einem bestimmten Instrument den gleichen Wert ergeben. Messpräzision; auch Test/Retest Error.

WIP Caps

Der maximale Betrag an WIP, der in einem Prozess abgegeben werden sollte, um eine konstante und verlässliche Cycle Time (Zykuszeit) beizubehalten.

Work-In-Process (WIP)

Materialien, die in die Produktion zur Bearbeitung freigegeben, aber noch nicht als fertige Produkte fertiggestellt wurden. Halbfabrikate, unfertige Erzeugnisse.

Y

Y=f(x)

Y=f(x) ist eine oft verwendete Formel aus der Six Sigma Terminologie. Dabei stellt Y den Output eines Prozesses dar. Das x hingegen stellt den Input dieses Prozesses dar. Das x repräsentiert somit alle Einflussfaktoren, die den Output des Prozesses beeinflussen. Das f (Function) beschreibt den Zusammenhang der verschiedenen xe und die damit verbundene Wirkung auf das Y.

Z

Zentraler Grenzwertsatz

Werden Stichproben der Größe n aus einer Grundgesamtheit gezogen und die Werte von x für jede Stichprobe berechnet, so nähert sich bei einem ausreichend umfangreichem n die Form der Verteilung der einer Normalverteilung an. Dieses Theorem erlaubt es, eine Normalverteilung anzunehmen, wenn mit x gearbeitet wird. "Ausreichend umfangreich" hängt von der Verteilung der Population ab und welche Rangweite von x betrachtet wird; Für die praktische Anwendung ist es der einfachste Ansatz, Stichproben in der gewünschten Größe zu ziehen und zu überprüfen ob deren Mittelwerte normalverteilt sind. Falls nicht, sollte die Stichprobengröße erweitert werden. Dieses Theorem ist eines der wichtigsten Ergebnisse und das Herz der Statistik.